Griechenland – Die endgültigen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat für den Monat Januar belegen eine hartnäckige Preisentwicklung in der hellenischen Republik, die sich zunehmend vom allgemeinen europäischen Trend abkoppelt. Während die Teuerungsrate in der gesamten Eurozone signifikant zurückging, wurde der griechische Inflationswert durch die europäischen Statistiker nach oben korrigiert. Der jährliche Index für Griechenland schloss im Januar verbindlich bei 2,9 Prozent ab, was eine spürbare Verschlechterung gegenüber der ersten Schätzung von 2,8 Prozent darstellt.
Parallel dazu verzeichnete die griechische Wirtschaft auf monatlicher Basis einen Preisrückgang von lediglich 0,7 Prozent im Januar, während die anfänglichen Indikationen noch von einem Minus von 0,8 Prozent ausgegangen waren. Diese finale statistische Erfassung zementiert einen deutlichen und anhaltenden Abstand Griechenlands zum durchschnittlichen Preisniveau der europäischen Gemeinschaftswährung.
In der Eurozone bestätigte die abschließende Auswertung für den gleichen Zeitraum einen spürbaren Rückgang der Inflation auf 1,7 Prozent, verglichen mit 2,0 Prozent im vorangegangenen Dezember. Die Diskrepanz zwischen der nationalen Entwicklung in Griechenland und der breiteren monetären Union bleibt somit ein prägendes makroökonomisches Element der aktuellen wirtschaftlichen Lage.
Ein uneinheitliches Bild der europäischen Preisentwicklung
Auf der Ebene der gesamten Europäischen Union sank der jährliche Inflationswert im Januar auf 2,0 Prozent, nach 2,3 Prozent im Dezember. Der historische Vergleich verdeutlicht die Fortsetzung der allgemeinen wirtschaftlichen Entspannung auf dem Kontinent: Im Januar des Jahres 2025 lag der entsprechende Index in der Eurozone noch bei 2,5 Prozent und in der Europäischen Union bei 2,8 Prozent. Dennoch zeigt die detaillierte geografische Aufschlüsselung der Eurostat-Zahlen ein äußerst heterogenes Bild innerhalb des europäischen Binnenmarktes. Eine Betrachtung der einzelnen Mitgliedsstaaten offenbart erhebliche strukturelle Unterschiede in der Preisdynamik.
Das niedrigste Preiswachstum verzeichneten Frankreich mit 0,4 Prozent und Dänemark mit 0,6 Prozent, dicht gefolgt von Finnland und Italien, die jeweils eine Teuerungsrate von 1,0 Prozent aufwiesen. Am entgegengesetzten Ende des europäischen Spektrums positionierten sich Rumänien mit einem drastischen Anstieg von 8,5 Prozent, die Slowakei mit 4,3 Prozent und Estland mit 3,8 Prozent. In der Gesamtschau über alle Mitgliedsstaaten hinweg verringerte sich die jährliche Inflation im Vergleich zum Dezember in 23 europäischen Ländern, blieb in exakt einem Staat unverändert und stieg in drei Volkswirtschaften an.
Sektorale Einflüsse auf den allgemeinen europäischen Index
Die tiefgehende Analyse der zugrunde liegenden Faktoren für die Preisentwicklung in der Eurozone zeigt deutliche sektorale Verschiebungen. Die größte strukturelle Belastung für den allgemeinen Inflationsindex resultierte im Januar weiterhin aus dem Dienstleistungssektor, der das Preisniveau auf europäischer Ebene maßgeblich nach oben drückte. Diese anhaltende Kostendynamik in den serviceorientierten Branchen bildet einen erheblichen Gegenpol zu anderen Sektoren der europäischen Wirtschaft.
Im strikten Gegensatz dazu verzeichnete der Energiesektor einen dezidiert negativen Beitrag zur allgemeinen Preisentwicklung. Der Rückgang der Energiekosten fungierte als zentraler dämpfender Faktor, der die weitere Absenkung der Gesamtinflation in der Eurozone auf den finalen Wert von 1,7 Prozent entscheidend unterstützte und somit die registrierten Preissteigerungen bei den europäischen Dienstleistungen zumindest auf makroökonomischer Ebene kompensierte.