Kreta – Griechenland behauptet sich im Jahr 2026 weiterhin als eines der gefragtesten Reiseziele für deutsche Urlauber im Bereich der organisierten Pauschalreisen. Nach den aktuellen Daten des HolidayCheck Travel Reports 2026 verzeichnet der griechische Markt eine steigende Nachfrage, wobei insbesondere die Inseln Kreta, Rhodos und Kos die bevorzugten Optionen für Familien und Paare darstellen.
Die deutschen Reisenden legen in diesem Jahr großen Wert auf die Sicherheit bewährter Destinationen. Folglich positioniert sich Kreta unter den vier begehrtesten Reisezielen für die Sommersaison, direkt neben der Türkischen Riviera, Hurghada und Mallorca. Als Hauptgründe für diese konstante Präferenz nennt der Bericht die gute Erreichbarkeit, den hohen Qualitätsstandard der Hotelanlagen, ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Vorhersehbarkeit des Urlaubserlebnisses.
Obwohl die Preise auf dem Markt moderat ansteigen, hält das starke Interesse der Touristen aus Deutschland an griechischen Destinationen unvermindert an. Die Auswertung zeigt detailliert, wie sich die Kosten für einwöchige Aufenthalte je nach Zielgruppe entwickeln und welche alternativen Reisezeiträume zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Preisentwicklung bei Pauschalreisen und Familienurlauben
Die Kosten für Pauschalreisen nach Kreta verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von sechs Prozent. Damit positioniert sich die griechische Insel im Segment der Familienurlaube als die teuerste Option unter den zehn beliebtesten Destinationen für den Sommer 2026. Für ein einwöchiges Reisepaket zahlt eine Familie auf Kreta durchschnittlich 4.860 Euro. Die Insel Kos folgt mit einem Durchschnittspreis von 4.510 Euro.
Zum Vergleich liegen die Kosten für Dubai sowie für Rhodos bei jeweils 4.500 Euro. Günstigere Alternativen innerhalb der Top Ten bilden Hurghada mit 3.370 Euro, der Norden Bulgariens mit 3.410 Euro und Mallorca mit 3.980 Euro. Auch die Türkische Riviera bietet mit 4.080 Euro eine preiswertere Option als die genannten griechischen Ziele.
Im direkten Vergleich steigen die Preise für Mallorca um acht Prozent und für Hurghada um neun Prozent. Die Türkische Riviera verbleibt mit einem minimalen Zuwachs von 0,4 Prozent nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Kosten für Paare und Trends bei Mietwagen
Auch bei Paaren aus Deutschland gehören Kreta, Kos und Rhodos im Sommer 2026 zu den zehn gefragtesten Reisezielen. Bei dieser Zielgruppe markieren Kreta und Kos ebenfalls das obere Ende der Preisskala. Eine Woche Urlaub kostet auf Kreta durchschnittlich 2.710 Euro und auf Kos 2.700 Euro. Darauf folgen Dubai mit 2.610 Euro, der südliche Teil Zyperns mit 2.570 Euro und Rhodos mit 2.540 Euro. Zu den preisgünstigeren Zielen für Paare zählen Hurghada für 2.080 Euro, Mallorca für 2.330 Euro sowie Gran Canaria für 2.370 Euro.
Parallel zur starken Nachfrage nach Pauschalreisen steigt auch das Interesse an Mietwagen in Griechenland. Kreta belegt hier den zweiten Platz der Destinationen mit den meisten Mietwagenbuchungen für 2026, direkt hinter Mallorca und vor Madeira, Fuerteventura sowie Andalusien.
Die Tagespreise für Mietwagen auf Kreta steigen nach einer Entspannungsphase leicht auf 28 Euro an, verglichen mit 25 Euro im Vorjahr. Dieser Wert liegt weiterhin unter dem Höchststand von 39 Euro aus dem Jahr 2022. Auf Mallorca betragen die täglichen Mietkosten 31 Euro, auf Madeira 29 Euro, auf Fuerteventura 28 Euro und in Andalusien 35 Euro.
Verlängerung der Saison und Buchungsverhalten
Die Buchungszahlen verzeichnen ein zweistelliges Wachstum gegenüber dem Vorjahr, begleitet von einer Veränderung der Reisegewohnheiten. Paare weichen zunehmend auf die Monate Mai, Juni und September aus, um die Hochsaison im Juli und August zu vermeiden. Gleichzeitig etabliert sich der Oktober für Familien zunehmend als Alternative zum traditionellen Sommerurlaub.
Diese Entwicklung fördert die Verlängerung der Tourismussaison auf Inseln wie Kreta und Rhodos. Der Bericht veranschaulicht, dass ein Paar bei einer Reise nach Kreta im Oktober rund 400 Euro im Vergleich zum Zeitraum von Juli bis September sparen kann. Auch auf Formentera und an der Costa Brava ergeben sich im gleichen Monat Ersparnisse von 800 beziehungsweise 600 Euro.
Für die deutsche Bevölkerung bleibt das Reisen ein zentraler Bestandteil der Lebensqualität. Etwa 60 Prozent der Deutschen verreisen zwei- bis dreimal jährlich, und 65 Prozent haben bereits konkrete Pläne oder Buchungen für das Jahr 2026 vorgenommen. Zudem geben 77 Prozent an, dass sie gerne noch mehr Urlaubstage für Reisen nutzen würden, während vier von zehn Personen auf Reisen die beste Erholung finden.
Eine fachliche Einschätzung der Reiseexpertin Nina Hammer von HolidayCheck unterstreicht abschließend, dass Urlaube im Jahr 2026 von herausragender Bedeutung bleiben, da die Auszeit vom Alltag in anspruchsvollen Zeiten eine essenzielle Rolle spiele.