Griechenland – Die griechische Regierung bereitet die nächste Phase der staatlichen Kraftstoffsubvention, offiziell bekannt als Fuel Pass, vor. Über das entsprechende Gesetzespaket zur Unterstützung der Bürger soll am kommenden Dienstag im nationalen Parlament abgestimmt werden. Autofahrer in Griechenland können die finanzielle Entlastung über die zentrale digitale Plattform gov.gr beantragen, wobei insbesondere für Ehepaare und bei Fahrzeugen mit mehreren Eigentümern spezifische formale Vorgaben gelten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Einkommensgrenzen für den Zuschuss liegen je nach Familienstand zwischen 25.000 und 39.000 Euro.
- Maximaler Betrag liegt bei 60 Euro für Autobesitzer auf den griechischen Inseln.
- Digitale Smartphone-Karte bietet einen höheren finanziellen Bonus als die klassische Banküberweisung.
- Ehepaare mit zwei separaten Fahrzeugen können jeweils eigene Anträge stellen.
- Fahrzeuge müssen zwingend versichert sein und es dürfen keine Kfz-Steuerschulden vorliegen.
Strenge Vorgaben für Paare und Fahrzeughalter
Die Zuteilung der staatlichen Hilfsgelder unterliegt einer genauen Kontrolle der Eigentumsverhältnisse. Jedes Kraftfahrzeug darf im System lediglich von einer einzigen natürlichen Person deklariert werden. Im Gegenzug ist es jedem Bürger gestattet, nur ein einziges Fahrzeug für den Zuschuss anzumelden. Als unverhandelbare Grundvoraussetzung für die Genehmigung gilt, dass das Fahrzeug aktiv für den Straßenverkehr zugelassen und gültig versichert ist. Zudem dürfen bei den zuständigen Steuerbehörden keine unbezahlten Rückstände bei der Kfz-Steuer vorliegen.
Wenn ein Ehepaar die festgelegten finanziellen Kriterien auf Basis der gemeinsamen Steuererklärung erfüllt und den Haushalt mit zwei separaten Fahrzeugen bestreitet, haben grundsätzlich beide Ehepartner Anspruch auf die staatliche Unterstützung. In diesem spezifischen Fall muss jedoch jedes Familienmitglied einen völlig eigenständigen Antrag auf der Plattform einreichen und darin explizit das eigene Fahrzeug angeben. Der jeweilige Antragsteller muss zwingend über einen Eigentumsanteil verfügen oder rechtmäßiger Miteigentümer des Wagens sein. Alternativ akzeptiert der Staat auch das Vorliegen eines gültigen, langfristigen Leasingvertrages.
Einkommensgrenzen für den staatlichen Tankzuschuss
Der Zugang zu den Subventionen ist an verbindliche finanzielle Obergrenzen geknüpft, die je nach familiärer Situation gestaffelt sind. Für alleinstehende Bürger liegt die maximale Grenze des jährlichen Familieneinkommens bei exakt 25.000 Euro. Für verheiratete Paare steigt dieser festgesetzte Freibetrag auf 35.000 Euro an. Das System berücksichtigt dabei auch den Nachwuchs: Für jedes unterhaltsberechtigte Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 5.000 Euro.
Der Gesetzgeber hat zudem eine gesonderte Regelung für Einelternfamilien implementiert. In diesen Haushalten greift eine erhöhte Einkommensgrenze von 39.000 Euro. Auch hier wird der finanzielle Spielraum erweitert, indem für jedes zusätzliche Kind nach dem ersten ebenfalls ein Aufschlag von 5.000 Euro auf die Obergrenze gewährt wird.
Auszahlung per digitaler Karte oder Banküberweisung
Die Bereitstellung der finanziellen Mittel erfolgt primär über eine digitale Karte, die direkt an den Tankstellen, aber auch zur Bezahlung in öffentlichen Verkehrsmitteln und bei lizenzierten Taxis genutzt werden kann. Bürger, die nicht über ein internetfähiges Smartphone verfügen, erhalten den entsprechenden Betrag auf ein Bankkonto ihrer Wahl überwiesen. Der Gesetzgeber belohnt die digitale Nutzung jedoch mit einem spürbaren finanziellen Anreiz.
Für Pkw-Besitzer auf dem griechischen Festland beläuft sich die Subvention für einen Zeitraum von zwei Monaten auf 50 Euro bei Nutzung der digitalen Karte. Wer die Banküberweisung wählt, erhält hingegen nur 40 Euro. Um die höheren Lebenshaltungskosten und Transportgebühren auszugleichen, gelten für Inselbewohner angepasste Tarife: Hier beträgt die Unterstützung 60 Euro auf dem Smartphone und 50 Euro bei der klassischen Bankgutschrift.
Auch die Besitzer von Motorrädern werden im Rahmen der Maßnahmen entlastet. Auf dem Festland erhalten sie 30 Euro in digitaler Form oder 25 Euro als direkte Überweisung. Auf den Inseln steigt dieser Betrag für Zweiräder auf 35 Euro bei Nutzung der Smartphone-Karte beziehungsweise auf 30 Euro per Bankgutschrift.