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Ein Blick auf die Dächer von Athen mit einer Mischung aus modernen Gebäuden und verfallenen Strukturen.
Gesellschaft

Griechenland: Die harte Abrechnung eines Schweizer Botschafters mit dem Verfall

Antonia Feldberg, Autorin bei GRland Deutschland
31.03.2026 17:58
Antonia Feldberg
Athen
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Beispielbild (KI) | GRland
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Athen – Nach einer vierjährigen Amtszeit zieht der Schweizer Botschafter in Griechenland, Stefan Estermann, eine bemerkenswert offene und tiefgründige Bilanz seines Aufenthalts in der südeuropäischen Republik. In einer historischen Rede im Hauptsitz der Hellenischen Gesellschaft für Umwelt und Kulturerbe (ELLET) im traditionsreichen Athener Stadtteil Plaka schilderte der hochrangige Diplomat seine persönlichen Erfahrungen. Seine Ausführungen offenbaren eine starke emotionale Bindung zu dem Mittelmeerstaat, gepaart mit einer schonungslosen Analyse der infrastrukturellen und städtebaulichen Defizite, die das Land prägen. Der Botschafter beschrieb eine Nation voller Kontraste, in der herausragende Gastfreundschaft und landschaftliche Schönheit auf gravierende Mängel in der öffentlichen Verwaltung und im Denkmalschutz treffen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Schweizer Botschafter Stefan Estermann beendet nach vier Jahren seine Amtszeit in Athen.
  • In seiner Abschiedsrede kritisiert er den Verfall der öffentlichen Infrastruktur scharf.
  • Die verlassenen staatlichen Xenia-Hotels auf Andros und in Nafplio werden als Schandflecke benannt.
  • Der Diplomat engagiert sich aktiv für die Wiederbelebung der historischen Peloponnes-Eisenbahn.
  • Im vergangenen Jahr besuchten rund 800.000 Schweizer Staatsbürger das Land.

Eine persönliche Transformation in der griechischen Gesellschaft

Die intensive Auseinandersetzung mit der griechischen Realität hat bei dem Diplomaten tiefe Spuren hinterlassen. Auf Einladung der ELLET-Präsidentin Lydia Karra, mit der ihn gemeinsame Visionen für den Umweltschutz verbinden, sprach er über das Land, in das er sich verliebt habe und das ihm gleichzeitig das Herz gebrochen habe. Die griechische Lebensart habe ihn nachhaltig geprägt. “Innerhalb von vier Jahren habe ich mich verändert – die griechische Gesellschaft hat mich verändert. Ich bin ein anderer Mensch geworden, toleranter, geduldiger, bescheidener. Griechenland hat mich gelehrt, mich auf das zu konzentrieren, was im Leben wirklich wichtig ist”, erklärte Stefan Estermann vor den geladenen Gästen.

Dabei hob er besonders die griechische Mentalität hervor, die tief verwurzelte Traditionen mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit verbindet. Werte wie Familie und Religion spielten eine zentrale Rolle im Leben der Menschen, würden diese jedoch nicht im Alltag erdrücken. Diese Leichtigkeit, so der Botschafter, sei ein faszinierendes Phänomen für Beobachter aus Mitteleuropa, wo das gesellschaftliche Leben oft von strikteren Konventionen dominiert wird.

Die ungepflegte Schönheit der griechischen Hauptstadt

Ein zentraler Punkt seiner Analyse widmete sich den massiven städtebaulichen Widersprüchen der Metropole. Bei seiner Ankunft im März 2022 habe er zunächst Zeit benötigt, um die Funktionsweise von Athen zu begreifen. Er bezeichnete die Millionenstadt als eine faszinierende Metropole und wählte die Metapher einer “Schönheit, die sich nicht um sich selbst kümmert”. Dieser Kontrast zeige sich exemplarisch im direkten Umfeld der Schweizer Residenz im nördlichen Vorort Chalandri.

An der Hauptverkehrsader Ethnikis Antistaseos erlebe man die griechische Infrastruktur in all ihren Widersprüchen. Einerseits existieren hochmoderne Fußgängerüberwege mit Hightech-Beleuchtung, andererseits prägen beschmierte Bushaltestellen, verfallene Leitplanken, tiefe Schlaglöcher und zerstörte Gehwegplatten das Straßenbild. Ein regelrechter Wald aus Masten und Pfosten mache das Passieren für Fußgänger oft unmöglich. Diese allgegenwärtigen Missstände in einer ansonsten vielseitigen und mysteriösen Stadt gäben ihm als ausländischem Repräsentanten große Rätsel auf.

Von versteckten Naturjuwelen und architektonischen Wunden

Während seiner Amtszeit bereiste der Diplomat weite Teile des Landes und dokumentierte dabei die extremen Gegensätze zwischen intakter Natur und menschlichem Versagen. Er schwärmte von den gut geschützten Kiefernwäldern am Strand von Schinias und dem malerischen Dorf Porto Germeno mit seiner restaurierten Festung, bedauerte jedoch dessen zunehmende Verwahrlosung. Auch die Bergmassive rund um Athen, wie die Parnitha und der Ymittos mit dem historischen Kloster Kaisariani, haben ihn tief beeindruckt. An mehreren Wochenenden reinigte und markierte er persönlich einen Wanderweg zwischen den antiken Drachenhäusern, um diesen für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Demgegenüber stehen traumatische Eindrücke von zentralen historischen Stätten. Am Kanal von Korinth kritisierte er die Präsenz von Müll, beschmierten Kiosken und hässlichen Betonbauten, die dem europäischen Standard nicht entsprächen. Ähnlich verheerend sei die Situation auf der Kykladeninsel Andros und in der ersten Hauptstadt Nafplio, wo die verfallenen Betonruinen der ehemaligen staatlichen Xenia-Hotels das Stadtbild massiv beeinträchtigen. Auch im südlichen Hafenort Gytheio zeigte er sich enttäuscht über eine mit europäischen Fördermitteln errichtete Betonpromenade ohne Schatten spendende Bäume, die von den Einwohnern gemieden werde, während ein unvollendeter Hotelbau die gesamte Aussicht zerstöre.

Historische Verbindungen und die Vision für den Peloponnes

Trotz der sichtbaren Mängel bleibt die Faszination für die reiche Geschichte ungebrochen. Der Diplomat erinnerte an die Insel Korfu, die Heimat des ersten griechischen Gouverneurs Ioannis Kapodistrias, der als fähiger Diplomat maßgeblich an der Gestaltung der modernen Schweiz mitgewirkt hatte. Besondere Erwähnung fanden auch das Bergdorf Olympos auf Karpathos, die Klöster von Meteora – deren mystische Aussicht durch eine neu gebaute Autobahn zerschnitten wird – sowie die abgelegene Siedlung Vatheia auf der Halbinsel Mani.

Sein größtes Engagement gilt jedoch dem Peloponnes. Gemeinsam mit den Denkmalschützern der Hellenischen Gesellschaft für Umwelt und Kulturerbe kämpft er für die Reaktivierung der historischen Schmalspurbahn, die im 19. Jahrhundert unter dem Premierminister Charilaos Trikoupis erbaut wurde. Dieses Projekt erinnert ihn stark an die Bergbahnen in den heimischen Alpen. Die Wiederbelebung dieser massiven Infrastruktur biete ein enormes Potenzial für nachhaltigen Tourismus und könnte die wirtschaftlich schwachen und von Abwanderung bedrohten Regionen der Halbinsel wiederbeleben. Neben dem Schutz der Antike müsse der Erhalt des industriellen Erbes aus dem 19. Jahrhundert stärker in den Fokus rücken.

Die Freiheit in der Unordnung

Im vergangenen Jahr besuchten rund 800.000 Reisende aus der Schweiz das Land. Diese hohe Zahl belegt den starken gegenseitigen Respekt, der jedoch oft von einer Über-Idealisierung begleitet wird. Zum Abschluss seiner Betrachtungen schilderte der Botschafter eine alltägliche Szene vor einem Postamt an der Athener Verkehrsachse Mesogeion. Dort parkten zahlreiche Fahrzeuge direkt unter zwei strikten Halteverbotsschildern.

Diese augenscheinliche Ignoranz gegenüber staatlichen Regeln sei symptomatisch für das Funktionieren der Gesellschaft. Toleranz und gesunder Menschenverstand würden in der Praxis oft höher bewertet als das starre Befolgen von Vorschriften. In dieser strukturellen Unordnung liege, so die Analyse, eine besondere Form der Freiheit verborgen. Der Schweizer Diplomat zitierte abschließend den Archäologen Pierre Ducrey, der ein halbes Jahrhundert in der Region verbrachte: Die Griechen seien freier, offener für das Leben und wüssten es besser zu genießen. Ein Fazit, dem sich der scheidende Botschafter vollumfänglich anschloss.

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