Attika – Die offizielle Verkehrsbilanz der Griechischen Polizei (ELAS) für die Region Attika weist für den Monat Februar des Jahres 2026 alarmierende Zahlen aus. Auf dem regionalen Straßennetz ereigneten sich insgesamt 377 Verkehrsunfälle, bei denen 427 Personen zu Schaden kamen. Die Verkehrsdirektion verzeichnete in diesem Zeitraum elf fatale Kollisionen, die zum Tod von elf Menschen führten.
Gleichzeitig dokumentierten die Einsatzkräfte im Rahmen gezielter Verkehrskontrollen eine massive Anzahl an Zuwiderhandlungen gegen die Straßenverkehrsordnung. Insgesamt wurden 33.749 Verstöße festgestellt, was die anhaltenden Herausforderungen bei der Gewährleistung der Verkehrssicherheit im Ballungsraum deutlich macht.
Die veröffentlichten Daten verdeutlichen nicht nur das Ausmaß der täglichen Gefahren, sondern unterstreichen auch die direkten Konsequenzen von Unachtsamkeit und regelwidrigem Verhalten. Die Behörden betonen, dass die strikte Einhaltung der Verkehrsregeln die absolute Grundvoraussetzung für eine unfallfreie Fortbewegung bleibt.
Unfallursachen und Schwere der Verletzungen
Neben den elf Todesopfern registrierte die Verkehrspolizei fünf schwere Verkehrsunfälle, bei denen fünf Personen ernsthafte Verletzungen erlitten. Darüber hinaus führten 361 leichtere Vorfälle zu 411 leicht verletzten Verkehrsteilnehmern. Die polizeilichen Auswertungen identifizieren klare Hauptursachen für diese Ereignisse. Im Zentrum stehen dabei das Fahren ohne die gebotene Umsicht und Aufmerksamkeit sowie die Missachtung von regulierenden Verkehrsschildern. Auch das regelwidrige Verhalten von Fußgängern trug maßgeblich zum Unfallgeschehen bei.
Eine besondere Problematik stellt die mangelnde Nutzung der Schutzausrüstung dar. Die Griechische Polizei hob in ihrem Bericht hervor, dass der Verzicht auf das Tragen von Schutzhelmen durch Fahrer und Beifahrer von Motorrädern in zahlreichen Fällen die Schwere der erlittenen Verletzungen drastisch erhöhte und die Folgen der Stürze maßgeblich verschärfte.
Gezielte Kontrollen decken zehntausende Verstöße auf
Um das Niveau der Verkehrssicherheit in Attika nachhaltig zu heben, führte die Direktion im Februar flächendeckende Kontrollmaßnahmen durch. Von den 33.749 dokumentierten Verstößen wurden 198 als strafrechtliche Vergehen eingestuft. Ein detaillierter Blick auf die polizeilichen Zahlen offenbart äußerst riskante Verhaltensmuster auf den Straßen. Die Beamten stellten 1.252 Fahrer unter Alkoholeinfluss fest, wobei 85 dieser Fälle den Schweregrad einer Straftat erreichten.
Zudem wurden 2.072 Personen ohne den vorgeschriebenen Schutzhelm und 1.462 Insassen ohne angelegten Sicherheitsgurt angehalten. Die illegale Nutzung des Mobiltelefons am Steuer wurde in 632 Fällen geahndet. Weiterhin registrierte die Polizei 348 Rotlichtverstöße, 272 erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie 34 gefährliche Fahrmanöver, die andere Verkehrsteilnehmer unmittelbar bedrohten. Die Einsatzkräfte werten diese Zahlen als klaren Arbeitsauftrag für die kommenden Monate.