Griechenland – Der staatliche Zivilschutz befindet sich in erhöhter Alarmbereitschaft, da das herannahende Unwetter „Erminio“ ab dem heutigen Abend des 31. März das Land mit starken Regenfällen, Gewittern und stürmischen Winden treffen wird. Während für die dicht besiedelte Hauptstadtregion Athen noch am Mittag über weitreichende Schulschließungen beraten wird, haben erste Inselgemeinden in der Ägäis bereits den Unterricht für die kommenden Tage offiziell ausgesetzt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Das Sturmtief „Erminio“ erreicht Griechenland am Abend des 31. März.
- Das Ministerium für Zivilschutz berät am Mittag über Schulschließungen in der Region Attika.
- Auf der Insel Rhodos bleiben alle Schulen am Mittwoch, den 1. April, geschlossen.
- Die Gemeinde Megisti (Kastellorizo) schließt ihre Schulen am Donnerstag, den 2. April.
- In der Hauptstadtregion werden massive Niederschlagsmengen von bis zu 90 Millimetern erwartet.
Krisensitzung in Athen: Zivilschutz berät über Schulschließungen in der Region Attika
Um sich auf die extremen Wetterereignisse vorzubereiten, findet am frühen Nachmittag eine Dringlichkeitssitzung im Griechischen Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz statt. Ziel der behördlichen Zusammenkunft ist es, die neuesten meteorologischen Vorhersagen detailliert zu evaluieren und eine endgültige Entscheidung über den regulären Betrieb der Schulen im gesamten Ballungsraum der Region Attika zu treffen. Quellen aus der Regionalverwaltung zufolge sollen die Beschlüsse zeitnah nach der Sitzung veröffentlicht werden. Dies soll sicherstellen, dass Eltern umgehend informiert werden und ihre alltäglichen Verpflichtungen frühzeitig an die Situation anpassen können. Falls eine behördliche Anordnung zur Schließung erfolgt, wird die Region Attika diese noch im Laufe des Tages offiziell verkünden.
Die Prognosen der Meteorologen deuten darauf hin, dass die Wetterlage am Mittwoch, den 1. April, für die Hauptstadtregion besonders kritisch ausfallen wird. Die aktuellen Vorhersagemodelle zeigen, dass während eines Zeitraums von 48 Stunden lokal intensive und langanhaltende Regenfälle auftreten werden. Dabei werden erhebliche Niederschlagsmengen zwischen 30 und 90 Millimetern erwartet. Die Unwetterfront wird primär die nördlichen und östlichen Vororte der Metropolregion treffen. Der intensivste Niederschlag und die größte Wassermenge sollen sich dabei auf das Zeitfenster zwischen den Nachmittagsstunden und dem späten Abend konzentrieren, was die Verkehrs- und Sicherheitslage im Großraum Athen stark beeinträchtigen könnte.
Präventive Maßnahmen: Erste Schulschließungen auf Rhodos und Kastellorizo beschlossen
Während die Bevölkerung in Athen noch auf die offiziellen Anordnungen des Ministeriums wartet, haben lokale Behörden auf den südöstlichen Inseln bereits restriktive Präventivmaßnahmen ergriffen. Auf der Insel Rhodos bleiben am Mittwoch, den 1. April, sämtliche schulischen Einrichtungen sowie alle städtischen Sportanlagen vollständig geschlossen. Diese verbindliche Entscheidung wurde direkt vom amtierenden Bürgermeister Alexandros Koliadis unterzeichnet. Die Maßnahme dient ausschließlich präventiven Zwecken, um die Sicherheit der Schüler und Bewohner angesichts der für dieses Gebiet vorhergesagten extremen Wetterphänomene zu garantieren.
Eine vergleichbare Sicherheitsmaßnahme greift auch auf der östlichsten griechischen Inselgruppe an der Seegrenze. In der Gemeinde Megisti, zu der auch die Hauptinsel Kastellorizo gehört, werden die schulischen Einrichtungen am Donnerstag, den 2. April, ihren Betrieb vollständig einstellen. Diese offizielle Schließung wurde durch eine öffentliche Mitteilung des dortigen Bürgermeisters Nikos Asvestis in den sozialen Medien bestätigt. Die lokalen Verwaltungsstellen reagieren damit auf die Warnungen der Wetterdienste vor dem heraufziehenden Sturmtief „Erminio“, das sich langsam über die Ägäis hinweg in Richtung des östlichen Mittelmeers bewegt.