Griechenland – Die Ausgaben für das anstehende Osterfest im Jahr 2026 werden für Haushalte in Griechenland spürbar steigen. Nach aktuellen Schätzungen der Griechischen Verbraucherschutzorganisation (INKA) belaufen sich die Gesamtkosten für ein traditionelles Festessen für sechs bis acht Personen auf 412,29 Euro. Dies entspricht einem massiven Kostenanstieg von bis zu 20 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Gesamtkosten für das Osteressen 2026 steigen auf schätzungsweise 412,29 Euro.
- Dies bedeutet einen Preisanstieg von 14 bis 20 Prozent gegenüber 2025 (361,95 Euro).
- Die Berechnung deckt den Bedarf für 6 bis 8 Personen an Karsamstag und Ostersonntag ab.
- Lammfleisch bleibt der teuerste Posten und kann in Ballungszentren über 18 Euro pro Kilo kosten.
Massiver Preisanstieg beim traditionellen Festessen
Die detaillierte Aufstellung der Verbraucherschutzorganisation verdeutlicht die wirtschaftliche Belastung für die griechischen Haushalte. Während die Kosten für das festliche Tischarrangement im Jahr 2025 noch bei 361,95 Euro lagen, verzeichnet die INKA nun eine Teuerungsrate zwischen 14 und 20 Prozent. Die veröffentlichten Daten beziehen sich dabei auf die vollständige kulinarische Abdeckung der Feierlichkeiten, beginnend mit dem Abend der Auferstehung (Anastasi) bis hin zum traditionellen Grillen am Ostersonntag, ausgelegt für eine durchschnittliche Tischgesellschaft von sechs bis acht Personen.
Der zentrale und kostspieligste Bestandteil des griechischen Osterfestes bleibt traditionell das Fleisch. Für ein ganzes Lamm mit einem Gewicht von etwa zehn Kilogramm müssen Verbraucher in den ländlichen Provinzen mit einem Kilopreis von 16 Euro rechnen, was Gesamtkosten von 160 Euro entspricht. In den großen städtischen Zentren wie Athen, Piräus und Thessaloniki wird das Preisniveau laut den Erhebungen voraussichtlich auf 18 Euro oder mehr pro Kilogramm ansteigen. Das ebenfalls sehr beliebte Kokoretsi schlägt bei einer Menge von 1,5 Kilogramm mit weiteren 24 Euro zu Buche.
Nebenkosten und traditionelle Beilagen belasten das Budget
Neben dem Hauptgericht summieren sich auch die Ausgaben für die unverzichtbaren Beilagen und Zutaten erheblich. Für die Zubereitung der traditionellen Ostersuppe Magiritsa werden für ein halbes Kilo Leber sowie das benötigte Gemüse etwa 13,00 Euro veranschlagt. Die Kosten für frische Salatzutaten wie Kopfsalat, Frühlingszwiebeln, Dill, Tomaten und Gurken belaufen sich auf knapp 10 Euro. Hinzu kommen Molkereiprodukte: Ein halbes Kilo Feta-Käse kostet rund 7,00 Euro, während für die gleiche Menge Graviera oder Kefalograviera etwa 9,50 Euro fällig werden. Ein Kilo handelsübliches Tzatziki wird mit 4,90 Euro berechnet, das begleitende Brot mit 2,40 Euro.
Ein wesentlicher Kostenfaktor für die Zubereitung im Freien ist die Holzkohle. Für die Standardmenge von 20 Kilogramm müssen bei einem Kilopreis von 1,80 Euro exakt 36,00 Euro eingeplant werden. Die Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass je nach Wetterlage auch bis zu 30 Kilogramm Holzkohle benötigt werden könnten, was die Ausgaben weiter in die Höhe treiben würde. Auch die traditionell rot gefärbten Ostereier, wenn sie zu Hause zubereitet werden, verursachen bei einer Menge von 20 Stück inklusive der Farbe Kosten in Höhe von 15,60 Euro.
Backwaren, Getränke und sonstige Festtagsausgaben
Auch die typischen süßen Osterspezialitäten schlagen im Jahr 2026 stark zu Buche. Ein Kilogramm des traditionellen Osterbrotes Tsoureki wird mit 22,00 Euro veranschlagt. Wer die klassischen Osterkekse (Koulouria) selbst backen möchte, muss für die Zutaten wie Mehl, 600 Gramm frische Butter, Vanille und Eier insgesamt 16,69 Euro investieren. Für weitere diverse Süßspeisen kalkuliert die Organisation zusätzliche 22,00 Euro ein. Abgerundet wird das Menü durch frisches Obst wie Äpfel, Erdbeeren, Orangen und Bananen für etwa 11,00 Euro.
Die Getränkeauswahl für die Festtage umfasst laut der Berechnung anderthalb Liter offenen Wein für 7,50 Euro, zehn halbe Liter Bier für 23,00 Euro sowie sechs Dosen alkoholfreie Erfrischungsgetränke für 5,60 Euro. Abschließend berücksichtigt die INKA in ihrer Gesamtkalkulation auch diverse sonstige Ausgaben, die bei der Vorbereitung und Ausrichtung des Festes anfallen. Für Strom, Olivenöl, Essig, Zitronen, Gewürze sowie notwendiges Zubehör wie Küchengarn und Klemmen für den Grillspieß werden abschließend pauschal 22,00 Euro berechnet.