Griechenland – Mit dem symbolischen Abfeuern von 21 Salutschüssen vom Lykabettus-Hügel und dem traditionellen Morgenappell der Musikkorps der Streitkräfte sowie der Sicherheitskräfte in den zentralen Straßen haben in Athen die offiziellen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag begonnen. Der 25. März erinnert an den Beginn der griechischen Revolution im Jahr 1821 und gilt als einer der wichtigsten historischen Gedenktage des Landes, der landesweit mit großen Umzügen und Zeremonien begangen wird.
Das Wichtigste auf einen Blick
- 21 Salutschüsse vom Lykabettus-Hügel eröffneten die nationalen Feierlichkeiten.
- Die zentrale Militärparade findet vor dem Parlament am Syntagma-Platz statt.
- Die Griechische Polizei (ELAS) hat weitreichende Verkehrssperrungen im Zentrum verhängt.
- Wegen starker Unwetter wurden alle Paraden auf der Insel Kreta kurzfristig abgesagt.
Feierliche Zeremonien und die große Militärparade im Zentrum
Im Anschluss an die morgendlichen Salutschüsse erfolgte die offizielle Hissung der Nationalflagge auf dem Heiligen Felsen der Akropolis. Dem formellen Protokoll folgend, schließt sich daran eine feierliche Doxologie in der Metropolitankathedrale Mariä Verkündigung an. Dieser besondere Gottesdienst wird von Erzbischof Hieronymos II., dem Oberhaupt der Kirche von Griechenland, geleitet. Um exakt 10:55 Uhr erfolgt die feierliche Kranzniederlegung am Grabmal des unbekannten Soldaten durch die Präsidentin der Hellenischen Republik.
Unmittelbar danach, um 11:00 Uhr, beginnt der Höhepunkt der staatlichen Feierlichkeiten. Vor dem Grabmal des unbekannten Soldaten und in Anwesenheit des griechischen Premierministers Kyriakos Mitsotakis präsentieren sich Einheiten der Streit- und Sicherheitskräfte. Die rund eineinhalb Stunden dauernde Parade zieht entlang der Vasilissis-Amalias-Allee und über den Syntagma-Platz. Zehntausende Bürger sowie Fernsehzuschauer verfolgen dabei den synchronisierten Marsch von Infanterieeinheiten, den traditionellen Evzonen der Präsidentengarde sowie Abordnungen verschiedener Militärakademien, die den Kämpfern von 1821 die Ehre erweisen.
Spektakuläre Luftfahrtschau und plötzliche Absagen auf Kreta
Ein besonderes Augenmerk der Zuschauer richtet sich traditionell auf die mechanisierten Einheiten. Moderne Kampfpanzer, gepanzerte Fahrzeuge und schwere Artilleriesysteme rollen vor dem Publikum vorbei und demonstrieren die aktuelle Einsatzbereitschaft sowie den technologischen Fortschritt des nationalen Militärs. Parallel zum Geschehen auf dem Boden findet am Himmel eine beeindruckende Flugschau statt. Kampfjets der Griechischen Luftstreitkräfte überfliegen die Hauptstadt in dichten Formationen und führen zudem hochpräzise Einzelvorführungen durch. Aufgrund des massiven organisatorischen Aufwands hat die Griechische Polizei (ELAS) außerordentliche Verkehrsvorkehrungen für den Großraum des Athener Zentrums umgesetzt.
Während die Hauptstadt unter optimalen Bedingungen feiert, sehen sich andere Teile des Landes mit erheblichen meteorologischen Problemen konfrontiert. Das Wetter durchkreuzt in diesem Jahr die Planungen in den südlichen Regionen. Aufgrund von offiziellen Prognosen, die eine drastische Verschlechterung der Wetterbedingungen vorhersagten, mussten die zuständigen Behörden schnell handeln. Sämtliche geplanten Paraden in Heraklion, Chania, Rethymno sowie in weiteren Gebieten auf der Insel Kreta wurden aus Sicherheitsgründen vollständig abgesagt.