Evros – Das griechische Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz hat für die Region Evros im Nordosten des Landes ab Dienstag, den 24. Februar, bis einschließlich Freitag, den 27. Februar 2026, die höchste Alarmstufe “Red Code” ausgerufen. Grund für diese weitreichende Maßnahme ist ein akut hohes Überschwemmungsrisiko, das durch den stark ansteigenden Wasserspiegel und das Übertreten des Grenzflusses Evros über seine Ufer verursacht wird.
Die Entscheidung des Generalsekretariats für Zivilschutz basiert auf einer formellen Empfehlung des Gouverneurs der Region Ostmakedonien und Thrakien sowie auf der aktuellen Einschätzung des staatlichen Risikoausschusses. Die zuständigen Kommunen und die Regionalverwaltung sind angewiesen worden, umgehend die lokalen und regionalen operativen Koordinierungsgremien für den Zivilschutz einzuberufen. Diese institutionellen Schritte dienen der sofortigen Koordination präventiver Schutzmaßnahmen und der Vorbereitung auf mögliche Noteinsätze in den gefährdeten Gebieten. Der anhaltend hohe Wasserstand des Flusses hat bereits unmittelbare Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur und zwingt die Behörden zu raschem Handeln.
Zugausfälle und Schienenersatzverkehr in der Grenzregion
Die kritische Hochwasserlage wirkt sich bereits massiv auf die Verkehrsinfrastruktur der nordgriechischen Präfektur aus. Der Infrastrukturbetreiber der griechischen Eisenbahn (OSE) hat aufgrund der akuten Überflutungsgefahr bis auf Weiteres die vollständige Einstellung des Zugverkehrs auf dem Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Lagyna und Ormenio angeordnet. Die Betreibergesellschaft Hellenic Train teilte infolgedessen mit, dass die regionalen Zugverbindungen 1682 und 1683 auf der Strecke zwischen der Hafenstadt Alexandroupolis und Orestiada komplett gestrichen werden. Als Ersatz verkehren Busse, die mit Ausnahme des Haltes in Pythio alle regulären Zwischenstationen anfahren.
Darüber hinaus fallen auch die Zugverbindungen 1680 und 1681 zwischen Alexandroupolis und Ormenio aus. Der hierfür eingerichtete Schienenersatzverkehr mit Bussen bedient die betroffene Strecke jedoch mit erheblichen Einschränkungen. Die Haltestellen in den nordöstlichen Ortschaften Sakos, Kavyli, Marasia, Dilofo, Ptelea sowie Pythio werden von den Bussen nicht angefahren. Die Eisenbahngesellschaft betonte, eng mit dem staatlichen Infrastrukturverwalter zusammenzuarbeiten, um die reguläre Zugzirkulation so schnell wie möglich wiederherzustellen, sobald die Pegelstände des Evros eine sichere Durchfahrt der Züge wieder zulassen.