Kefalonia – Am frühen Sonntagmorgen hat ein Erdbeben der Stärke 4,3 auf der Richterskala die ionische Insel Kefalonia erschüttert. Die Erschütterung ereignete sich um exakt 06:01 Uhr am 29. März und war vor allem im südlichen Teil der Insel deutlich spürbar.
Das Epizentrum des seismischen Ereignisses lag laut den offiziellen Messungen lediglich einen Kilometer nordöstlich der Ortschaft Skala. Das zuständige seismologische Zentrum bezifferte die Fokaltiefe auf 16,7 Kilometer. Aufgrund dieser relativ geringen Tiefe unter der Erdoberfläche wurde die Erschütterung von den Anwohnern in der umliegenden Region intensiv wahrgenommen.
Die Ortschaft Skala befindet sich an der äußersten Südostspitze der Insel. Diese spezifische geografische Lage bedeutet, dass die seismischen Wellen direkt in der Nähe des besiedelten Küstengebietes freigesetzt wurden. Die gemessene Fokaltiefe von 16,7 Kilometern klassifiziert das Phänomen als flaches Erdbeben, was typischerweise zu einer direkteren Oberflächenwahrnehmung führt, selbst wenn die Magnitude im moderaten Bereich bleibt.
Der griechische Raum, insbesondere die tektonische Zone der Ionischen Inseln, gehört zu den seismisch aktivsten Gebieten in ganz Europa. Kleinere und mittlere Erdbeben sind in dieser Region ein häufiges Phänomen und resultieren aus den kontinuierlichen Verschiebungen der Kontinentalplatten im Mittelmeerraum. Die Bauvorschriften in Griechenland sind daher seit Jahrzehnten streng reguliert, um die Auswirkungen solcher Naturphänomene auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
Nach dem primären Beben um 06:01 Uhr setzten die zuständigen Behörden und Institute ihre standardmäßigen Aufzeichnungen der seismischen Aktivität im Süden von Kefalonia fort, um die Lage routinemäßig zu überwachen.