Athen – Am internationalen Flughafen Athen „Eleftherios Venizelos“ treten ab dem morgigen Tag deutlich strengere Grenzkontrollen für Reisende aus Nicht-Schengen-Staaten in Kraft. Grund dafür ist die offizielle Inbetriebnahme eines neuen, vollständig automatisierten Ein- und Ausreisesystems, welches die bisherigen Abläufe an den europäischen Außengrenzen grundlegend modifiziert.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Neues System gilt für alle Reisenden aus Drittstaaten ohne Schengen-Zugehörigkeit
- Digitale Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern ersetzt den Passstempel
- Flughafenbetreiber fordert Ankunft mindestens 2,5 Stunden vor dem geplanten Abflug
Biometrische Datenerfassung ersetzt den Passstempel
Das neue Kontrollsystem verändert den bisherigen Ablauf der Identitätsfeststellung von Grund auf. Angehörige von Drittstaaten, die für einen Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen in den europäischen Raum einreisen, müssen sich künftig einer detaillierten digitalen Registrierung unterziehen. Diese verpflichtende Maßnahme greift bei jedem einzelnen Überschreiten der Schengen-Außengrenzen und zielt auf eine lückenlose Dokumentation der Reisebewegungen ab.
Anstelle der traditionellen manuellen Stempelung der Reisedokumente durch die Grenzbeamten tritt nun eine umfassende Erfassung von individuellen und biometrischen Merkmalen. Die zuständigen Sicherheitsbehörden speichern fortan bei der Ein- und Ausreise sowohl die Fingerabdrücke als auch ein hochauflösendes Gesichtsbild der betroffenen Passagiere in einer zentralisierten Datenbank ab. Diese technologische Umstellung erfordert in der Anfangsphase eine Anpassung der bisherigen Abfertigungsgeschwindigkeiten an den Terminals.
Flughafenbehörden warnen vor längeren Wartezeiten
Aufgrund der zu erwartenden Verzögerungen bei der Implementierung der neuen technischen Abläufe haben die Verantwortlichen des Hauptstadtflughafens eine dringende Vorgabe an alle abfliegenden Gäste herausgegeben. Die Passagiere werden nachdrücklich aufgefordert, signifikant mehr Zeit für die üblichen Vorabkontrollen vor dem Betreten des Gate-Bereichs einzuplanen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
„Wir fordern die Fluggäste auf, sich mindestens zweieinhalb Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit am Flughafen einzufinden, um die Check-in-Prozeduren, die Sicherheitskontrollen und die gegebenenfalls erforderlichen Passkontrollen rechtzeitig abschließen zu können“, lautet die offizielle Mitteilung der Flughafenbehörden an das Reisepublikum.
Eine Missachtung dieser strikten zeitlichen Vorgaben kann ernsthafte und unmittelbare Konsequenzen für die Reisenden haben. Die Direktion des Flughafens Athen betont zum Abschluss ihrer Mitteilung ausdrücklich, dass ein verspätetes Eintreffen an der jeweiligen Abflug-Gate unweigerlich zur Verweigerung des Boardings führen kann.