Zypern – In Germasogeia auf Zypern ist am Karsamstag ein Wohngebäude vollständig eingestürzt, wobei eine Person ums Leben kam und mehrere verletzt wurden. Die Rettungskräfte suchen in den Trümmern unter Hochdruck nach weiteren Verschütteten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Mindestens ein Todesopfer wurde aus den Trümmern in Germasogeia geborgen.
- Vier verletzte Personen befinden sich derzeit in Krankenhäusern in Behandlung.
- Das zerstörte Wohnhaus mit insgesamt zehn Wohnungen galt zuvor Berichten zufolge als unbewohnbar.
- Ein Großaufgebot der Feuerwehr und K9-Spürhunde sind im unermüdlichen Einsatz.
Nach stundenlangen und intensiven Bemühungen der zypriotischen Feuerwehr wurde gegen 17:30 Uhr eine leblose Person aus den Trümmern des Wohnhauses geborgen. Nach vorliegenden Informationen der Einsatzkräfte wird mindestens noch eine weitere Person unter den massiven Betonteilen vermutet. Gleichzeitig befinden sich derzeit vier weitere Personen in öffentlichen und privaten Krankenhäusern in ärztlicher Behandlung. Über den genauen Gesundheitszustand dieser Patienten liegen den Behörden bislang keine offiziellen Angaben vor.
Das betroffene Gebäude in Germasogeia umfasste insgesamt zehn Wohnungen. In jedem dieser Apartments sollen sich regelmäßig mindestens vier Personen aufgehalten haben, was die Sorge über die tatsächliche Anzahl der Betroffenen drastisch erhöht. Einigen Bewohnern gelang es offensichtlich, den Komplex noch rechtzeitig zu verlassen, während andere zum Zeitpunkt des fatalen Vorfalls abwesend waren. Griechisch-zypriotischen Medienberichten zufolge hatten Bewohner bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass das betreffende Bauwerk von offizieller Seite als ungeeignet für Wohnzwecke eingestuft worden war.
Drohnen und Spürhunde bei der Suche im Einsatz
Die Such- und Rettungsmaßnahmen werden ununterbrochen und unter Einsatz modernster Drohnen durch die Spezialeinheit für unbemannte Luftfahrzeuge fortgesetzt. Zur effektiven Koordination der umfangreichen Maßnahmen wurde im Hauptquartier der Feuerwehr ein zentrales Einsatzzentrum unter der direkten Leitung des Feuerwehrchefs eingerichtet. Dieser steht in ständigem Austausch mit dem Justizministerium, um die Lage zu bewerten. Vor Ort leiten der Einsatzleiter sowie der Bezirksbeauftragte von Limassol die laufenden Rettungsarbeiten am Trümmerberg.
An den überaus komplexen Bergungsarbeiten beteiligen sich zudem speziell ausgebildete Suchhunde der K9-Einheit der Sonderkatastrophenschutzeinheit (EMAK). Im Einsatzzentrum sind darüber hinaus der stellvertretende Kommandant des Zivilschutzes sowie der Leiter der Spezialeinheit der Polizei (MMAD) fortwährend vertreten, um die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden zu gewährleisten.
Anwohner der unmittelbaren Umgebung gaben an, einen extrem lauten Knall wahrgenommen zu haben. Viele hielten dieses Geräusch zunächst für die traditionellen “Lampratzies”, die großen Freudenfeuer und Feuerwerkskörper zur Feier der Auferstehung, die am Karsamstag landesweit üblich sind. Erst als sich der Staub legte, erkannten sie das wahre Ausmaß der Tragödie. Die Einsatzkräfte setzen die Räumung der Trümmerteile am Abend fort, während die Hoffnung schwindet, noch Überlebende zu finden.