Athen – Die strukturelle Neuordnung der globalen Sicherheitsarchitektur bildet den zentralen Schwerpunkt des ersten Athens Defence Summit (ADS), welches am 20. und 21. Mai 2026 in der griechischen Hauptstadt stattfinden wird. In einer Phase, die durch rasant beschleunigte technologische sowie geopolitische Transformationen gekennzeichnet ist, fungiert dieser internationale Strategiedialog auf höchster Ebene als Plattform zur Verteidigung von Freiheitsrechten, zur Analyse der zukünftigen Kriegsführung und zur Erneuerung internationaler Bündnisse.
Das Gipfeltreffen steht unter der offiziellen Schirmherrschaft des Griechischen Ministeriums für Nationale Verteidigung sowie der beiden staatlichen Rüstungsunternehmen, den Griechischen Verteidigungssystemen (EAS) und der Griechischen Luftfahrtindustrie (EAV). Das erklärte Ziel der Großveranstaltung besteht darin, die politische Führung, das militärische Oberkommando, hochrangige Vertreter der Rüstungsindustrie und führende strategische Analysten zusammenzubringen. Im Fokus der geplanten Konsultationen steht die elementare Frage, mit welchen Instrumenten Nationalstaaten ihre Souveränität in der Gegenwart wahren und eine glaubwürdige, effektive militärische Abschreckungskraft aufrechterhalten können.
Transatlantische Kooperation und technologische Kriegsführung
Ein entscheidender inhaltlicher Pfeiler des Athens Defence Summit fokussiert sich auf die fortlaufende Entwicklung der transatlantischen Verteidigungszusammenarbeit sowie auf die systematische Integration von Künstlicher Intelligenz und aufstrebenden Technologien in die moderne Militärdoktrin. Die Gespräche zwischen den europäischen und US-amerikanischen Akteuren zielen zudem auf die Restrukturierung der Abschreckungsarchitektur und die strategische Kohäsion demokratischer Allianzen unter den Bedingungen eines erneuerten Wettbewerbs der Großmächte ab.
Zu den offiziell bestätigten Referenten aus Europa und den Vereinigten Staaten zählt der ehemalige Exekutiv-Vizepräsident der Europäischen Kommission und frühere niederländische Außenminister, Frans Timmermans. Das militärische Bündnis wird unter anderem durch General Sir Ralph Wooddisse repräsentiert, welcher als Kommandeur des Allied Rapid Reaction Corps der NATO fungiert. Die politische Expertise aus den Vereinigten Staaten bringt Gus Bilirakis, Mitglied des US-Repräsentantenhauses, in den Dialog ein.
Das Gremium wird ferner durch den ehemaligen israelischen Premierminister Ehud Olmert sowie General Sir Nick Carter, den ehemaligen Chef der Streitkräfte des Vereinigten Königreichs und jetzigen Distinguished Fellow der Hoover Institution, ergänzt. Weitere entscheidende Impulse werden vom ehemaligen Präsidenten Kolumbiens und aktuellen Präsidenten der Christlich Demokratischen Internationale (CDI), Andrés Pastrana, sowie von Gilles Kepel, dem Sondergesandten des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für den Mittelmeerraum, erwartet. Komplettiert wird dieses Panel durch Matthew Boyle, den Leiter des Washingtoner Büros von Breitbart News, und den amtierenden Europäischen Kommissar Apostolos Tzitzikostas.
Strategische Achse zwischen dem Westen, Afrika und dem Nahen Osten
Das Konferenzprogramm deklariert die strategische Beziehung zwischen dem Westen, dem Nahen Osten und dem afrikanischen Kontinent zu einem weiteren zentralen Pfeiler der Beratungen. Das Athens Defence Summit behandelt diese geostrategischen Zonen ausdrücklich nicht als bloße regionale Randnotizen, sondern bewertet sie als entscheidende Räume für die Gestaltung eines neuen globalen Gleichgewichts.
Die vorgesehenen Interventionen analysieren die regionale Sicherheitsarchitektur, die dringend notwendige Modernisierung lokaler Verteidigungsstrukturen sowie die maritime Stabilität. Darüber hinaus werden die weitreichenden Auswirkungen der externen geopolitischen Konkurrenz am Horn von Afrika und im Nahen Osten detailliert beleuchtet. Zu den prominenten Rednern dieses Themenkomplexes gehört George Birnbaum, ehemaliger Bürodirektor des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu und Berater diverser Staatsoberhäupter.
Die afrikanische Sicherheitsperspektive wird durch Monica Juma, die Nationale Sicherheitsberaterin Kenias, sowie durch General Robert Kibochi, den ehemaligen Chef der kenianischen Streitkräfte, eingebracht. Ebenfalls am Strategiedialog partizipieren Greg Mills, strategischer Berater des Präsidenten von Sambia und Vorstandsmitglied des Royal United Services Institute (RUSI), sowie Mohamed Yusuf Ali, Verteidigungsminister von Somaliland. Die kurdische Perspektive wird durch Shoresh Ismail Abdulla, den Minister für militärische Angelegenheiten der Regionalregierung des irakischen Kurdistans, repräsentiert.
Griechische Regierungsbeteiligung und nationale Rüstungsindustrie
Die gastgebende Nation wird auf dem Gipfeltreffen durch ein breites Spektrum an hochrangigen Regierungsmitgliedern und Industrievertretern repräsentiert, welche den strategischen Diskurs aktiv mitgestalten. Das Kabinett ist durch den Minister für Nationale Verteidigung, Nikos Dendias, sowie den Präsidenten der Euro-Gruppe und Minister für Nationale Wirtschaft und Finanzen, Kyriakos Pierrakakis, vertreten. Das gesundheitspolitische und infrastrukturelle Umfeld wird vom Gesundheitsminister Adonis Georgiadis sowie dem Minister für Umwelt und Energie, Stavros Papastavrou, abgedeckt.
Den technologischen und maritimen Sektor repräsentieren Dimitris Papastergiou, Minister für digitale Governance und Künstliche Intelligenz, sowie der Minister für Schifffahrt und Inselpolitik, Vassilis Kikilias. Auf industrieller Seite werden die strategischen Vorgaben durch die Führungskräfte der beiden staatlichen Rüstungskonzerne formuliert: Christoforos Boutsikakis nimmt in seiner Funktion als Chief Executive Officer der Griechischen Verteidigungssysteme (EAS) teil, während die Griechische Luftfahrtindustrie (EAV) durch ihren Präsidenten und Chief Executive Officer, Alexandros Diakopoulos, vertreten wird.
Die ökonomische und analytische Dimension des Gipfels wird abschließend durch den Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank, Giannis Tsakiris, den stellvertretenden Chief Executive Officer des staatlichen Investmentfonds (Ypertameio), Panos Stampoulidis, sowie den Sondersekretär für Foresight der griechischen Regierungspräsidentschaft, Giannis Mastrogeorgiou, komplettiert.