Griechenland – Fahrgäste der griechischen Überlandbusse (KTEL) müssen sich auf der stark frequentierten Hauptverkehrsachse zwischen Thessaloniki und Athen auf spürbar höhere Reisekosten einstellen. Ab Freitag, dem 13. März 2026, tritt eine umfassende Preisanpassung in Kraft, die das zuständige griechische Ministerium für Infrastruktur und Verkehr autorisiert hat.
Der entsprechende Beschluss wurde bereits im nationalen Regierungsblatt unter der Kennung FEK B’ 1258/6-3-2026 formal veröffentlicht. Die staatliche Entscheidung reagiert damit direkt auf die anhaltend hohen Kraftstoffpreise sowie auf die allgemein gestiegenen Betriebskosten im nationalen Transportsektor. Die Überlandbusse stellen in Griechenland historisch bedingt das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel für weite Distanzen dar, weshalb solche Tarifänderungen stets breite Bevölkerungsschichten betreffen.
Neue Tarifstruktur und das Ende der Online-Rabatte
Die gesetzliche Neuberechnung der Ticketpreise basiert auf einem behördlich angehobenen Kilometerfaktor. Für die exakt 507,3 Kilometer lange Strecke zwischen der nordgriechischen Metropole und der Hauptstadt ergibt sich laut Ministerium ein rechtlich zulässiger Basispreis von 51,38 Euro inklusive 13 Prozent Mehrwertsteuer, der formal auf 51,40 Euro gerundet wird. Der Verwaltungsrat der regionalen Betreibergesellschaft KTEL Thessaloniki hat jedoch in einer internen Sitzung beschlossen, diesen Endbetrag als Serviceleistung für die Fahrgäste vorerst auf glatte 50 Euro abzurunden. Diese vergünstigte Deckelung soll laut Unternehmensangaben bis auf Weiteres Bestand haben.
Eine deutliche Änderung für viele Reisende betrifft die bisherige Preispolitik für digitale Buchungen. Der fest etablierte Rabatt in Höhe von fünf Prozent für den Erwerb von elektronischen Tickets (E-Tickets) wird mit dem Inkrafttreten der neuen Preisliste am 13. März vollständig und ersatzlos abgeschafft. Bislang kostete ein reguläres Einzelticket für diese Strecke am stationären Schalter 45 Euro, während Online-Kunden für dieselbe Fahrt aufgrund des Nachlasses lediglich 42,90 Euro bezahlen mussten.
Auswirkungen auf ermäßigte Fahrkarten und Kilometerpauschalen
Die genehmigte Tariferhöhung wirkt sich parallel und proportional auf alle rabattierten Fahrscheine aus. Von diesen Ermäßigungen profitieren im griechischen Verkehrssystem traditionell Personengruppen wie Studenten, Rentner oder Mitglieder kinderreicher Familien. Bei einem gesetzlichen Anspruch auf eine 25-prozentige Ermäßigung steigt der exakt berechnete Fahrpreis nun auf 38,60 Euro. Auch in diesem Fall wendet die Transportgesellschaft ihre kundenfreundliche Abrundungspolitik an und legt den finalen Preis an der Kasse auf 38 Euro fest.
Fahrgäste, die einen offiziellen Anspruch auf eine 50-prozentige Reduzierung des Fahrpreises nachweisen können, müssen ab Mitte März 25 Euro entrichten, obgleich der rein rechnerische Wert laut dem neuen Kilometerfaktor bei 25,70 Euro liegen würde. Die detaillierten staatlichen Vorgaben unterscheiden zur exakten Preisfindung streng zwischen Streckenabschnitten innerhalb und außerhalb der jeweiligen Präfekturgrenzen. Für die Strecke von #Thessaloniki nach Athen werden 35 Kilometer als innerstädtischer Bereich mit 0,0943 Euro pro Kilometer berechnet, während die restlichen 472,30 Kilometer als Überlandfahrt mit 0,0893 Euro zu Buche schlagen.