Griechenland – Der internationale Luftverkehr in Griechenland hat im Jahr 2025 eine neue historische Marke erreicht. Insgesamt verzeichneten die Flughäfen des Landes 31 Millionen Passagierankünfte aus dem Ausland. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,7 Millionen Reisenden beziehungsweise 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem 29,3 Millionen Fluggäste registriert wurden.
Diese finalen Daten gehen aus der aktuellen periodischen Studie des Instituts des Verbandes der Griechischen Tourismusunternehmen (INSETE) hervor, die unter dem Titel „Internationale Flugankünfte: 2024-2025“ veröffentlicht wurde. Der Höhepunkt des Reiseverkehrs fiel dabei auf den Juli 2025, in dem allein 5,2 Millionen Ankünfte gezählt wurden, was 16,6 Prozent des gesamten Jahresaufkommens entspricht. Der griechische Tourismussektor untermauert mit diesen Zahlen seine Position als zentrale Säule der nationalen Wirtschaft, während sich die Reisebewegungen zunehmend über die klassischen Sommermonate hinaus ausweiten.
Passagieraufkommen an den Metropolflughäfen
Die detaillierte Aufschlüsselung der Passagierströme verdeutlicht die zentrale Rolle der großen städtischen Drehkreuze. Der Internationale Flughafen Athen (AIA) verbuchte im Jahr 2025 insgesamt 12 Millionen internationale Ankünfte. Im direkten Vergleich zu den 11,1 Millionen Reisenden des Jahres 2024 entspricht dies einer Steigerung von 989.000 Passagieren oder 9 Prozent. Auch der zweitgrößte Flughafen des Landes in Thessaloniki meldete ein signifikantes Wachstum. Dort stieg die Zahl der internationalen Fluggäste auf 2,7 Millionen, verglichen mit 2,5 Millionen im Vorjahr, was einem Plus von 249.000 Ankünften und einer prozentualen Zunahme von 10,2 Prozent gleichkommt.
Die stärksten Quellmärkte für den Athener Flughafen bildeten Reisende aus Italien, Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Zypern. Für das Drehkreuz in Nordgriechenland, Thessaloniki, ergab sich eine leicht abweichende Rangfolge der wichtigsten Herkunftsländer. Hier stand Deutschland an der Spitze, gefolgt vom Vereinigten Königreich, Zypern, Italien und Polen. Diese Zahlen spiegeln die unterschiedliche strategische Ausrichtung und Anbindung der beiden größten hellenischen Metropolen an den europäischen Flugverkehr wider.
Entwicklung an den regionalen Standorten
An den regionalen Flughäfen Griechenlands, die maßgeblich den direkten Urlaubsverkehr auf die Inseln und in die Küstenregionen abwickeln, wurden 16,3 Millionen internationale Flugankünfte registriert. Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 15,8 Millionen, was für 2025 eine Zunahme von 486.000 Passagieren und ein Plus von 3,1 Prozent bedeutet. Das INSETE-Institut weist in seiner methodischen Erläuterung ausdrücklich darauf hin, dass die statistischen Daten der Regionalflughäfen sämtliche Ankünfte von Flügen aus dem Ausland erfassen und somit auch in Griechenland ansässige Personen einschließen, die von Auslandsreisen zurückkehren.
An diesen regionalen Standorten dominierten Passagiere aus dem Vereinigten Königreich das Feld, dicht gefolgt von Reisenden aus Deutschland, Italien, Polen und Frankreich. Bemerkenswert ist dabei die hohe Konzentration an bestimmten Verkehrsknotenpunkten der griechischen Peripherie. Die Datenstruktur zeigt, dass allein die ersten fünf Flughäfen des Landes 77 Prozent der gesamten internationalen Ankünfte abfertigten, was die Belastungsgrenzen der infrastrukturellen Knotenpunkte in den Fokus rückt.
Großbritannien und Deutschland als stärkste Märkte
Auf nationaler Ebene behauptete das Vereinigte Königreich mit 5,4 Millionen Fluggästen seine Position als wichtigster Quellmarkt. Dies entspricht einem absoluten Zuwachs von 183.000 Personen und einem prozentualen Anstieg von 3,5 Prozent. Deutschland folgte knapp dahinter auf dem zweiten Platz mit 5,1 Millionen Passagieren und verzeichnete mit einem Plus von 279.000 Ankünften beziehungsweise 5,8 Prozent den größten absoluten Zuwachs aller anfliegenden Nationen. Insgesamt generierten die 20 führenden Herkunftsländer 89 Prozent aller Flugankünfte in Griechenland, wobei kein einzelner Markt einen Gesamtanteil von 17,4 Prozent überschritt.
Die höchsten prozentualen Wachstumsraten erzielten indes außereuropäische und benachbarte Nationen. Die Ankünfte aus Israel stiegen sprunghaft um 27,2 Prozent, aus den USA um 18,5 Prozent und aus der Türkei um 14,5 Prozent. Gleichzeitig belegen die Erhebungen des INSETE eine strukturelle Erweiterung der Tourismussaison. Während die traditionelle Hauptreisezeit zwischen Mai und September lediglich einstellige prozentuale Zuwächse bei den internationalen Ankünften aufwies, wurden die weitaus stärksten Steigerungsraten zu Beginn und zum Ende des Jahres gemessen.