GRland main navigation logo GRland white main navigation logo
  • Aktuelles
  • Regio
    • Athen
    • Thessaloniki
    • Deutschland
    • Griechenland
  • GRland+
    • Kontakt
    • Über uns
    • Werbung
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
Aktuelles
Werbung
Kontakt
GRland mobile navigation logo
  • Griechenland
Griechischer Anwalt in München
Μεταφραστικό Γραφείο Alma Lingua
Welcome Rental Car – Ενοικιάσεις αυτοκινήτων (Θεσσαλονίκη, Αθήνα)
Forotexniki – Λογιστικό Γραφείο στη Νυρεμβέργη
grland.com Λογότυπο του GRland σε λευκό φόντο
  • Aktuelles
  • Regio
    • Athen
    • Thessaloniki
    • Deutschland
    • Griechenland
  • GRland+
    • Kontakt
    • Über uns
    • Werbung
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
Ροή Άρθρων
Διαφήμιση
Επικοινωνία
Το επίσημο λογότυπο του GRland για χρήση σε social media
  • Griechenland
Griechischer Anwalt in München
Μεταφραστικό Γραφείο Alma Lingua
Welcome Rental Car – Ενοικιάσεις αυτοκινήτων (Θεσσαλονίκη, Αθήνα)
Forotexniki – Λογιστικό Γραφείο στη Νυρεμβέργη
grland.com Λογότυπο του GRland σε λευκό φόντο
  • Aktuelles
  • Regio
    • Athen
    • Thessaloniki
    • Deutschland
    • Griechenland
  • GRland+
    • Kontakt
    • Über uns
    • Werbung
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
Ροή Άρθρων
Διαφήμιση
Επικοινωνία
Το επίσημο λογότυπο του GRland για χρήση σε social media
  • Griechenland
  • Griechenland
Gedenkmarsch für die Opfer des Holocausts in Thessaloniki
Gesellschaft

Thessaloniki: Jahrestag der ersten Deportation nach Auschwitz

Antonia Feldberg, Autorin bei GRland Deutschland
15.03.2026 13:40
Antonia Feldberg
ThessalonikiLand & Leute
Share
WDM
SHARE

Thessaloniki – Anlässlich des Jahrestages der ersten Deportationszüge von Thessaloniki nach Auschwitz am 15. März 1943 rückt die jüdische Gemeinde Griechenlands die anhaltende Gefahr von Antisemitismus und Intoleranz in den Fokus. Der Präsident des Zentralrats der Jüdischen Gemeinden in Griechenland und der Israelitischen Gemeinde Thessaloniki, David Saltiel, mahnt angesichts aktueller globaler Spannungen zu höchster Wachsamkeit. Die historische Erinnerung dürfe nicht verblassen, da radikale Stimmen aus dem Randbereich der Gesellschaft zunehmend an Einfluss gewönnen und den gesellschaftlichen Frieden bedrohten.

Der organisierte Gedenkmarsch in der nordgriechischen Metropole dient nicht nur der reinen Rückschau, sondern fungiert als aktives politisches Signal gegen das Vergessen. Die systematische Vernichtung von rund 50.000 jüdischen Mitbürgern innerhalb weniger Monate zwinge die heutige Gesellschaft dazu, aus den fatalen Fehlern der Vergangenheit greifbare Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen.

Wachsender Antisemitismus unter dem Deckmantel der politischen Kritik

David Saltiel erkläre, dass jede Verschwörungstheorie, jeder Vandalismus an jüdischen Einrichtungen und jede Relativierung des Holocausts die Gesellschaft von dem Versprechen eines “Nie wieder” entferne. Aktuelle Konflikte, insbesondere im Nahen Osten, würden in Europa und den Vereinigten Staaten zunehmend als Vorwand genutzt, um jüdische Bürger physisch und verbal anzugreifen. Dies sei keine legitime Kritik an einer Regierung, sondern maskierter Antisemitismus, der die Grundfesten der Demokratie attackiere.

Während die politische Auseinandersetzung mit dem Staat Israel in einer pluralistischen Demokratie absolut zulässig sei, zerstöre die gezielte Bedrohung von Synagogen, Schulen und einfachen Bürgern die essenzielle Grenze zwischen politischem Diskurs und reinem Hass gegen eine Identität. Man bekämpfe diese gefährliche Entwicklung, indem man die Erinnerung an den Holocaust als aktives Instrument für Bildung, Versöhnung und den Schutz der Bürgerrechte einsetze. Nur durch diese konsequente Haltung könne verhindert werden, dass sich die Geschichte in einer abgewandelten Form wiederhole.

Die historische Verantwortung und das Schweigen in den besetzten Gebieten

Die Vernichtung der jüdischen Gemeinde Thessalonikis stelle ein unbestreitbares historisches Verbrechen dar. Der Holocaust sei kein beiläufiges Kriegsresultat gewesen, sondern eine industriell organisierte Auslöschung eines gesamten Volkes, unterstreiche Saltiel. Dabei verweise er auf die Mitverantwortung lokaler Akteure. Ohne die Kooperation und die stille Komplizenschaft von Teilen der Bevölkerung in den besetzten Gebieten wäre die Umsetzung der nationalsozialistischen Pläne in diesem Ausmaß kaum realisierbar gewesen.

Die Täterstruktur habe nicht nur aus deutschen Besatzern bestanden, sondern auch aus Personen, die aus ideologischer Überzeugung oder zur Erlangung persönlicher Vorteile kollaboriert hätten. In den vergangenen Jahren habe Thessaloniki wichtige Schritte unternommen, um diese dunkle Phase der Stadtgeschichte und die damalige fehlende Gegenwehr der Zivilgesellschaft kritisch aufzuarbeiten. Die Metropole zeige sich heute deutlich bereiter, sich diesen unbequemen historischen Wahrheiten zu stellen und die Erinnerungskultur aktiv zu fördern.

Neue Gedenkstätten als zentrale Säulen der städtischen Erinnerungskultur

Um die Erinnerung institutionell und physisch im Stadtbild zu verankern, stütze sich Thessaloniki auf zwei zukünftige zentrale Säulen: das geplante Holocaust-Museum am alten Bahnhof und den Erinnerungspark an der Platia Eleftherias. Diese Orte sollen laut den Vertretern der Gemeinde weit mehr sein als bloße Ausstellungsflächen oder statische Denkmäler. Das architektonische und konzeptionelle Ziel sei es, die Besucher stark in die Thematik einzubinden.

Man erwarte nicht, dass Gäste als passive Konsumenten der Geschichte agieren. Vielmehr sollen sie nach ihrem Rundgang als aktive Träger der Erinnerungskultur fungieren. Der Erinnerungspark solle diese schmerzhafte Vergangenheit greifbar machen, ohne alte Wunden destruktiv aufzureißen. Die tiefgreifende Intention liege darin, das historische Trauma in eine gesellschaftliche Stärke zu transformieren und aus der immensen Trauer eine zukunftsorientierte Perspektive für ein friedliches Zusammenleben zu entwickeln.

Flucht und Verrat einer jüdischen Familie im besetzten Athen

Die abstrakten historischen Zahlen erhalten durch persönliche Schicksale wie das von Lola Angel ein menschliches Gesicht. Die gebürtige Thessalonicherin musste im Jahr 1941 mit ihrer Familie nach Athen fliehen. Ihr Vater, Solomon Chasid, der als Handelsvertreter für deutsche Firmen tätig und somit den Besatzern namentlich bekannt war, erkannte die akute Lebensgefahr für seine Angehörigen sehr frühzeitig.

Die Familie habe zunächst versucht, unter der falschen Identität “Chatzigeorgiou” im Untergrund zu überleben und sich dem Zugriff der Behörden zu entziehen. Am 25. März 1944 sei dieses Vorhaben jedoch durch einen Verrat dramatisch gescheitert. Angel erinnere sich bis heute präzise an den erschütternden Moment, als ein deutscher Soldat, ein Offizier und der griechische Informant vor ihrer Haustür standen. Dieses traumatische Erlebnis markierte den direkten Beginn einer Reise in den Horror der Vernichtungsmaschinerie.

Traumatisierende Deportation und die Schrecken im Lager Bergen-Belsen

Die anschließende Deportation erfolgte in den berüchtigten Güterzügen, deren unmenschliche Bedingungen sich tief in das Gedächtnis der damals Sechsjährigen einbrannten. Sie berichte von einem unerträglichen Gestank, einer Mischung aus Weinen, absoluter Stille und hysterischen Ausbrüchen der Verzweiflung. In dieser extremen Ausnahmesituation habe ihr Vater sie hochgehoben, damit sie durch schmale Holzritzen der Waggons atmen konnte, und ihr eindringlich geraten, tiefe Atemzüge zu nehmen.

Jahrzehntelang habe sie danach Bahnhöfe gemieden und den spezifischen Geruch von Zügen nicht ertragen können. Auch die Erinnerungen an das Konzentrationslager Bergen-Belsen seien von fotografischer Klarheit geprägt. Sie schildere bewaffnete Wachsoldaten mit Hunden, die an den Rändern der primitiven Latrinengruben patrouillierten, in die entkräftete Häftlinge oftmals hineinfielen. Ihre Mutter habe sie stets mit aller Kraft festgehalten, um sie vor diesem tödlichen Absturz zu bewahren.

Eine wundersame Befreiung und die schwierige Rückkehr nach Griechenland

Die Rettung vor dem sicheren Tod geschah im April 1945 unter außergewöhnlichen Umständen. Der Transportzug der Häftlinge habe in der Nähe eines Sees bei Magdeburg gehalten, wo die deutschen Bewacher laut Zeugenaussagen geplant hätten, den Zug mitsamt den Insassen im Wasser zu versenken. Ein deutscher Lokführer habe sich jedoch standhaft geweigert, diesen mörderischen Befehl in die Tat umzusetzen, was den Überlebenden das Leben rettete.

Nach der Befreiung kehrte Angel am 11. September 1945 in ihre Heimat zurück. Sie beschreibe ihren damaligen emotionalen Zustand als den einer alten Frau, der jegliche kindliche Leichtigkeit und Unschuld geraubt worden sei. Die Familie besaß weder finanzielle Mittel noch ein Zuhause. Die tiefen psychologischen Narben zeigten sich auch Jahre später drastisch: Als sie für eine berufliche Tätigkeit nach Deutschland reiste und am Bonner Bahnhof einen Soldaten mit einem Hund erblickte, habe diese Szene einen sofortigen Fluchtreflex ausgelöst. Sie habe ihren Ehemann umgehend zur Umkehr gedrängt, da die visuelle Konfrontation die alten Traumata massiv reaktivierte.

Lücken im griechischen Bildungssystem und ein Appell an die Menschlichkeit

Trotz ihres fortgeschrittenen Alters und der extrem schmerzhaften Vergangenheit nimmt Angel jährlich am Gedenkmarsch in Thessaloniki teil, wo sie heute den familiären Rückhalt von sieben Enkeln und sieben Urenkeln genießt. Dennoch übe sie scharfe Kritik an der mangelhaften Vermittlung des Holocausts an griechischen Schulen. Die Thematik werde im Lehrplan weitgehend ignoriert, was zu fatalen Bildungslücken und der Verbreitung von Vorurteilen führe. Als alarmierendes Beispiel nenne sie einen Vorfall aus dem Jahr 2024 an einem Gymnasium im Athener Stadtteil Kypseli, bei dem Schülern klassische antisemitische Stereotype über jüdische Bürger als angebliche Fakten präsentiert worden seien.

Mit Blick auf die aktuelle globale geopolitische Instabilität äußere sie zudem großes Unverständnis und Zorn über die Gier politischer und wirtschaftlicher Eliten. Würde die Menschheit ernsthaft aus der Geschichte lernen, gäbe es keine neuen Kriege auf der Welt. Es sei zutiefst frustrierend, dass Entscheidungsträger Bevölkerungen für ihre eigenen Interessen und persönliche Machtbestrebungen in bewaffnete Konflikte stürzten, anstatt das Wohl und den Frieden der Zivilgesellschaft konsequent in den Vordergrund zu stellen.

TAGGED:GeschichteHistorischer JahrestagSicherheit
Share This Article
Facebook Whatsapp Whatsapp Copy Link
Previous Article Eine Person hält ein Smartphone in der Hand, auf dessen Bildschirm eine digitale europäische Identitäts-App zu sehen ist Das Gov.gr Wallet auf dem Weg zum europäischen digitalen Wallet
Next Article Blauer Himmel mit leichter Bewölkung über einer griechischen Küstenlandschaft im Frühling Anhaltend gutes Wetter in Nordgriechenland: Thermometer zeigt 16 Grad

Werbung

You Might also Like

Ein Teenager hält eine E-Zigarette auf dem Schulhof in Griechenland
Gesellschaft

Gesundheitsrisiko E-Zigarette: Griechische Experten fordern strengere Regeln

15.03.2026
Luftaufnahme des Messegeländes in Thessaloniki inmitten der städtischen Bebauung
Gesellschaft

Wird Thessaloniki das erste lokale Referendum Griechenlands durchführen?

14.03.2026
Ein leerer, moderner universitärer Hörsaal mit Holzbänken in Griechenland
Gesellschaft

Griechisches Bildungsministerium plant Anerkennung von TEI-Diplomen

14.03.2026
Griechische Grundschüler verlassen das Schulgebäude am Nachmittag
Gesellschaft

Neuer Stundenplan: Griechische Ganztagsschulen passen Zeiten an

14.03.2026
GRland white main navigation logo

© grland.com 2018-2026 | All rights reserved | By Webdesign Meister

Manage Consent
To provide the best experiences, we use technologies like cookies to store and/or access device information. Consenting to these technologies will allow us to process data such as browsing behavior or unique IDs on this site. Not consenting or withdrawing consent, may adversely affect certain features and functions.
Functional Always active
The technical storage or access is strictly necessary for the legitimate purpose of enabling the use of a specific service explicitly requested by the subscriber or user, or for the sole purpose of carrying out the transmission of a communication over an electronic communications network.
Preferences
The technical storage or access is necessary for the legitimate purpose of storing preferences that are not requested by the subscriber or user.
Statistics
The technical storage or access that is used exclusively for statistical purposes. The technical storage or access that is used exclusively for anonymous statistical purposes. Without a subpoena, voluntary compliance on the part of your Internet Service Provider, or additional records from a third party, information stored or retrieved for this purpose alone cannot usually be used to identify you.
Marketing
The technical storage or access is required to create user profiles to send advertising, or to track the user on a website or across several websites for similar marketing purposes.
  • Manage options
  • Manage services
  • Manage {vendor_count} vendors
  • Read more about these purposes
View preferences
  • {title}
  • {title}
  • {title}