Nordgriechenland – Die Region Zentralmakedonien initiiert ein umfassendes Infrastrukturprojekt zur Modernisierung der stark frequentierten Nationalstraße zwischen der nordgriechischen Metropole Thessaloniki und der Stadt Edessa. Im Zentrum der genehmigten baulichen Maßnahmen steht die sicherheitstechnische Aufwertung der östlichen Zufahrt zur Stadt Giannitsa, einem zentralen Verkehrsknotenpunkt in der Präfektur Pella. Für dieses Vorhaben wurde nun ein fixes Budget in Höhe von 8,2 Millionen Euro bewilligt, welches vollständig aus den Mitteln der europäischen Strukturfonds (ESPA) finanziert wird. Die entsprechende Verwaltungsentscheidung zur Freigabe der Gelder wurde offiziell von der Regionalgouverneurin Zentralmakedoniens, Athina Aidona, unterzeichnet und zur Umsetzung freigegeben.
Das anstehende Bauprojekt erstreckt sich über eine exakte Streckenlänge von 4,8 Kilometern. Der exakt definierte Abschnitt beginnt am Verkehrsknotenpunkt Messiano und reicht bis zum Doppelkreuzungspunkt am natürlichen Wasserlauf “Tsinarli” direkt am östlichen Stadteingang von Giannitsa. Ein elementarer Bestandteil dieser umfassenden Sanierung ist die vollständige Neuerrichtung eines leistungsfähigen Entwässerungssystems für Niederschlagswasser. Diese ingenieurtechnische Maßnahme soll die stark beanspruchte Fahrbahn künftig vor den massiven Auswirkungen von Starkregenereignissen schützen und potenziellen Überschwemmungen im Straßenraum präventiv entgegenwirken.
Hochwasserschutz und technische Modernisierung der Fahrbahn
Parallel zur Errichtung der neuen Hochwasserschutzinfrastruktur ist eine grundlegende Rekonstruktion der gesamten Fahrbahndecke mit neuen Asphaltschichten in dem betroffenen Abschnitt vorgesehen. Um das allgemeine Sicherheitsniveau für die Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu steigern, wird die komplette Verkehrsbeschilderung erneuert. Dies umfasst den konsequenten Austausch von veralteten Warn-, Richtungs- und Informationstafeln durch moderne Leitsysteme. Zugleich werden die bisherigen, alten Leitplanken demontiert und durch modernste Rückhaltesysteme ersetzt, die den aktuellen baulichen Sicherheitsstandards vollumfänglich entsprechen.
Regionalgouverneurin Aidona ließ in diesem Zusammenhang verlauten, dass durch die nun gesicherte europäische Finanzierung ein absolut notwendiges Projekt am Ortseingang von Giannitsa realisiert werde, welches sowohl die Verkehrssicherheit als auch den Hochwasserschutz der Gegend massiv stärke. Gleichzeitig betonte die Politikerin, dass das übergeordnete strategische Ziel aller administrativen Ebenen weiterhin der Bau der neuen Autobahn zwischen Thessaloniki und Edessa durch die nationale Regierung bleibe. Die Region unterstütze dieses Vorhaben vollumfänglich auf jedem erdenklichen Weg.
Dennoch dürfe die Instandhaltung der bestehenden Nationalstraße nicht vernachlässigt werden, da die absolute Sicherheit auf dem gesamten Straßennetz im Verantwortungsbereich der Region Zentralmakedonien stets oberste Priorität genieße. Zur Sicherstellung eines reibungslosen Bauablaufs wurden zudem rechtzeitige Vorkehrungen für zwingend erforderliche archäologische Untersuchungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde für Altertümer in Pella getroffen. Auch die notwendigen technischen Interventionen von örtlichen Versorgungsunternehmen, wie dem staatlichen Stromnetzbetreiber (DEDDIE) und dem kommunalen Wasserversorger (DEYA Pella), sind fest in die Ablaufplanungen integriert worden.
Pella fordert Anschluss an das nordgriechische Autobahnnetz
Der Vizegouverneur der zuständigen Präfektur Pella, Iordanis Tzamtzi, äußerte sich ebenfalls zu den anstehenden Baumaßnahmen und bezeichnete die Aufwertung der östlichen Zufahrt von Giannitsa als zwingend erforderlich. Er wies explizit darauf hin, dass es sich um eine historisch stark beanspruchte Verkehrsader handele, die nun eine substanzielle und greifbare Modernisierung erfahre. Der Regionalpolitiker machte jedoch deutlich, dass die langfristige verkehrstechnische Isolation der Region durch diese Sanierung allein nicht vollständig behoben werde.
Tzamtzi unterstrich, dass das groß angelegte Projekt der neuen Autobahn zwischen Thessaloniki und Edessa, einschließlich der geplanten Umgehungsstraßen für die Orte Giannitsa und Chalkidona, nicht aus den Augen verloren werden dürfe. Die zügige Fertigstellung dieser Hauptverkehrsachse sei absolut unerlässlich, damit die Präfektur Pella endlich über ein zeitgemäßes und schnelles Straßennetz verfüge.
Gegenwärtig stelle Pella die einzige Präfektur in der gesamten nordgriechischen Region dar, deren Hauptstadt nicht über eine direkte Autobahnanbindung mit dem wirtschaftlichen Metropolzentrum Thessaloniki verbunden sei. Mit der nun genehmigten Investition von 8,2 Millionen Euro vollzieht die Verwaltung den ersten konkreten Schritt zur Entschärfung dieser akuten infrastrukturellen Defizite im lokalen Straßennetz.