Griechenland – Die Vorbereitungen für den traditionellen Osterurlaub laufen in Griechenland auf Hochtouren. Viele Bürger haben ihre Reisepläne frühzeitig organisiert, um sich die besten Unterkünfte zu sichern. Aktuelle Daten zeigen, dass die Vorausbuchungen für Immobilien auf Plattformen für Kurzzeitvermietungen ein sehr hohes Niveau erreicht haben. Dieser Trend konzentriert sich massiv auf die festländischen Reiseziele, da die erhöhten Transportkosten zu den Inseln viele Urlauber abschrecken.
Einem Bericht des landesweiten Immobiliennetzwerks E-Real Estates zufolge fokussiert sich die aktuelle Nachfrage primär auf Unterkünfte, die für eine Familie mit zwei Kindern geeignet sind. Die Auswertung für den Zeitraum vom 10. bis zum 13. April zeigt in vielen Regionen bereits eine kritische Verknappung des Angebots. Auf der südlichen Halbinsel Peloponnes zeichnet sich ein deutliches Preisgefälle ab. In der Küstenstadt Kalamata beginnen die Mietkosten für drei Übernachtungen bei 318 Euro, wobei die Auslastung der aktiven Immobilien bereits bei 66 Prozent liegt.
Die historische Hafenstadt Nafplio, einer der populärsten Rückzugsorte der Region, verzeichnet Vorausbuchungen von 81 Prozent bei einem Einstiegspreis von 381 Euro. Eine besondere Marktsituation herrscht in der mittelalterlichen Festungsstadt Monemvasia. Die Preise variieren hier stark nach der genauen Lage: Innerhalb der historischen Burgmauern belaufen sich die Kosten auf mindestens 753 Euro, während Unterkünfte außerhalb der Anlage ab 473 Euro angeboten werden. Die Buchungsrate erreicht hier beachtliche 89 Prozent.
Traditionelle Bergdörfer in Arkadien verzeichnen Rekordansturm
Die gebirgigen Regionen im Zentrum des Peloponnes entwickeln sich zu den absoluten Spitzenreitern der diesjährigen Ostersaison. Das Dorf Elliniko in Arkadien meldet als einzige der untersuchten Ortschaften bereits jetzt eine vollständige Auslastung von 100 Prozent. Auch die umliegenden traditionellen Siedlungen verzeichnen einen massiven Besucheransturm. In Vytina, einem touristischen Zentrum der Region, beginnen die Mietkosten für drei Nächte bei stolzen 978 Euro, wobei 83 Prozent der verfügbaren Immobilien bereits reserviert sind. Etwas günstiger, aber ebenso gefragt, präsentiert sich Levidi mit Einstiegspreisen von 694 Euro und einer Vorbuchungsrate von 90 Prozent.
In der historischen Ortschaft Stemnitsa belaufen sich die Übernachtungskosten auf mindestens 676 Euro bei einer Auslastung von 64 Prozent. In Dimitsana starten die Preise bei 569 Euro, dort sind 67 Prozent der Unterkünfte vergeben. Eine extreme Nachfrage konzentriert sich auf die Dörfer Lagkadia und Vlacherna, wo die Wohnungen für 388 Euro respektive 365 Euro angeboten werden. Vlacherna meldet dabei 95 Prozent Vorausbuchungen, in Lagkadia sind es glatte 90 Prozent.
Hohe Nachfrage in Epirus und Mittelgriechenland
Auch abseits des Peloponnes zeigt sich eine starke Präferenz für festländische und bergige Reiseziele. In der nordwestlichen Region Epirus zieht die Universitätsstadt Ioannina viele Besucher an. Mit einem Einstiegspreis von 283 Euro für drei Nächte bietet die Stadt am See eine vergleichsweise günstige Option, was zu einer Buchungsquote von 80 Prozent führt. Das höher gelegene Bergdorf Metsovo verzeichnet Mietkosten ab 494 Euro bei einer aktuellen Auslastung von 75 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Zentralgriechenland. In Kalambaka, direkt am Fuße der berühmten Meteora-Klöster, sind bereits 81 Prozent der Unterkünfte auf den Plattformen reserviert, wobei die Preise bei 450 Euro beginnen.
In der westgriechischen Küstenstadt Nafpaktos am Golf von Korinth starten die Angebote für den dreitägigen Aufenthalt bei 406 Euro, hier liegt die Auslastung bei 62 Prozent. Die Kleinstadt Kalavryta, die traditionell stark vom inländischen Tourismus profitiert, meldet für Unterkünfte im Zentrum Mietpreise ab 567 Euro bei einer bereits erreichten Buchungsrate von 85 Prozent.