Epirus – Eine neue Serie von Erschütterungen hält den Nordwesten Griechenlands in Atem. Heute Morgen ereignete sich in der gebirgigen Region Epirus, in der geografischen Nähe der Stadt Ioannina, ein deutliches Erdbeben der Stärke 4,6 auf der Richterskala. Wie das Geodynamische Institut des Nationalen Observatoriums Athen offiziell bestätigte, lag das Epizentrum der Haupterschütterung genau zehn Kilometer südsüdöstlich der Ortschaft Leptokarya in der Präfektur Thesprotia. Die seismologischen Messinstrumente der staatlichen Behörde verzeichneten dabei eine sehr geringe Herdtiefe von lediglich fünf Kilometern. Solche oberflächennahen tektonischen Ereignisse werden von der lokalen Bevölkerung oft als besonders intensiv wahrgenommen und prägen das aktuelle seismische Profil der Region.
Anhaltende seismische Aktivität und flache Herdtiefen
Das aktuelle Beben der Stärke 4,6 bildet den vorläufigen Höhepunkt einer intensiven seismischen Phase, die das thesprotische Gebiet bereits seit der vergangenen Nacht verzeichnet. Nach Angaben der Athener Seismologen befindet sich die gesamte Region im Nordwesten in starker tektonischer Bewegung. In den letzten Stunden vor der Haupterschütterung am Morgen dokumentierten die Messstationen des Observatoriums insgesamt zehn aufeinanderfolgende Erdstöße. Der stärkste dieser Vorläufer erreichte eine Magnitude von 3,7 auf der Richterskala. Eine weitere spürbare Erschütterung der Stärke 3,3 ereignete sich während der Nachtstunden im weiteren Umfeld der thesprotischen Gemeinde Leptokarya.
Die Experten des Geodynamischen Instituts weisen darauf hin, dass die überwiegende Mehrheit dieser zehn kontinuierlich registrierten Beben eine ähnlich geringe Fokustiefe aufwies wie das morgendliche Hauptereignis. Die zuständigen wissenschaftlichen Behörden überwachen die laufenden tektonischen Entwicklungen in Epirus engmaschig, um die seismische Abfolge der flachen Beben exakt zu protokollieren. Bislang beschränkt sich die offizielle Dokumentation auf die rein geologischen Messdaten der Instrumente.