Zypern – Nach einem verheerenden Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri im Süden Zyperns befinden sich die Sicherheitskräfte in höchster Alarmbereitschaft. Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Montags, dem 2. März. Ein unbemanntes Flugobjekt des Typs Shahed schlug in einen Hangar der Luftwaffenbasis ein. Diese Drohnen transportieren bis zu 50 Kilogramm Sprengstoff. Zudem weisen sie eine Reichweite von über 2.000 Kilometern auf.
Der Einschlag löste einen mehrstündigen Großbrand auf dem Militärgelände aus. Als Reaktion auf den Vorfall ordnete das Kommando der britischen Streitkräfte weiträumige Evakuierungen an. Nicht zwingend erforderliches Personal sowie deren Familienangehörige mussten die Basis verlassen.
Parallel dazu veranlassten die lokalen Behörden die sofortige Räumung des internationalen Flughafens Paphos. Auch angrenzende Gebiete wurden aufgrund von Warnungen vor einem weiteren verdächtigen Flugobjekt evakuiert. Zur Absicherung des zypriotischen Luftraums stiegen mehrfach britische Kampfflugzeuge auf. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen rund um die strategisch wichtige Basis wurden massiv verstärkt.
Zerstörung auf der Militärbasis Akrotiri
Die britische Außenministerin Yvette Cooper bestätigte offiziell, dass die Start- und Landebahn der Militärbasis das primäre Ziel war. Wie aus übereinstimmenden zypriotischen Presseberichten hervorgeht, umfasste die Angriffswelle mehrere Drohnen. Ein Großteil davon konnte durch die Luftverteidigungssysteme erfolgreich abgefangen werden. Ein Flugkörper durchbrach jedoch die Abwehrreihen. Er detonierte in einem großen Hangar, der für die Wartung und Unterbringung von Militärflugzeugen genutzt wird.
Das daraus resultierende Feuer wütete nach Angaben lokaler Quellen rund vier Stunden lang. Anschließend konnte der Brand durch Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht werden. Um die Sicherheit der Zivilisten und des Militärpersonals zu gewährleisten, wurden Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet. Leere Busse und Lastkraftwagen fuhren auf das Gelände, um die organisierte Verlegung der Familien durchzuführen.
Ausnahmezustand am Flughafen Paphos
Die angespannte Sicherheitslage verschärfte sich am Montagmittag weiter. Kurz nach 12:00 Uhr ertönten erneut die Alarmsirenen auf der Basis Akrotiri. Unmittelbar danach starteten britische Kampfflugzeuge, um den zypriotischen Luftraum zu sichern. Das gesamte Personal der Basis erhielt die strikte Anweisung, die Anlagen umgehend zu verlassen. Diese Eskalation wirkte sich direkt auf die zivile Infrastruktur der Republik Zypern aus. Der Flughafen Paphos wurde gemeinsam mit den umliegenden Gebieten vollständig evakuiert.
Die Maßnahme erfolgte aufgrund konkreter Hinweise auf ein weiteres verdächtiges Flugobjekt in der Region. Die britische Außenministerin betonte den präventiven Charakter dieser Schritte. Die Evakuierungen werden als reine Vorsichtsmaßnahme im Rahmen der verschärften Sicherheitsprotokolle durchgeführt.